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Xucker


Vom 29.08.2017

Gesunder Umgang mit Zucker


Statistisch gesehen verzehrt jeder Deutsche mehr als 34 Kilogramm Zucker pro Jahr. Das sind ca. 90 Gramm Zucker am Tag, die ein Erwachsener im Durchschnitt zu sich nimmt. Die Weltgesundheits-organisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen einen maximalen (zugesetzten) Zuckerkonsum von ca. 5 % des täglichen Energiebedarfs. Das entspricht einer Zuckermenge von 25g/bzw. 6 Teelöffel Zucker pro Tag.

Die WHO-Richtlinie bezieht sich dabei nicht auf den natürlichen Zucker (Glucose oder Fructose) welche z.B. in frischem Obst und Gemüse sowie Milch enthalten ist. Für ihre Zufuhr gibt es keine Hinweise auf nachteilige Gesundheitswirkungen.

 

Gesundheitliche Folgen des erhöhten Zuckerkonsums

 

Karies

Ist eine Zahnerkrankung, bei der Kariesbakterien durch ihre Säuren die Zahnhartsubstanz zerstören. Die zerstörende Säure wird vor allem aus Zuckern gebildet. Je öfter man Zucker zu sich nimmt, desto häufiger ist der Zahn der schädigenden Säure ausgesetzt. Was sowohl negative Folgen für die Zähne als auch für die Gesundheitskosten hat.

 

Diabetes mellitus      

Insulin ist ein Hormon welches in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet und für den Zuckerstoffwechsel vom Körper benötigt wird. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel in dem Zucker vorwiegend in die Zellen der Muskeln, der inneren Organe und des Fettgewebes geschleust wird. 

Beim Diabetes mellitus liegt eine Störung der Insulinwirkung vor. Das heißt, dass die Körperzellen schlechter auf Insulin ansprechen und damit weniger Zucker aus dem Blut in die Zellen befördern

 

Adipositas                

Je mehr Zucker konsumiert wird, desto höher ist der Insulinbedarf des Körpers um diesen zu verstoffwechseln, während hohe Insulinwerte auch dafür sorgen, dass der Körper Vorräte anlegt. So werden durch Insulin verstärkt Fettreserven angelegt, welches in Verbindung mit einer unausgewogenen Ernährung und Bewegungsmangel zu Übergewicht oder Fettleibigkeit führen kann.      

 

Heißhunger            

Je schneller der Blutzuckerspiegel wieder sinkt, desto stärker steigt das Bedürfnis nach Energienachschub.

 

Zuckersucht

Zucker regt im Gehirn das Belohnungszentrum (Nucleus accumbensan) an. Diese Region ist aber zugleich auch das Suchtzentrum unseres Gehirns und reagiert auf Zucker ähnlich wie auf Alkohol oder Nikotin.  

Der hohe Verzehr von Zucker kann unter anderem auch die Ursache für Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel oder Reizbarkeit sein.     

 

Gründe für den erhöhten Zuckerkonsum

 

Im Laufe der letzten 50 Jahre hat sich der Zuckerkonsum in Deutschland verdreifacht.

Schon in der Erziehung wird von Zucker ein verzerrtes Bild vermittelt. So assoziiert z.B. die Werbung, dass Profi-Fußballspieler regelmäßig Nuss-Nougatcreme essen, zuckerhaltige Getränke lecker sind oder Weingummi auf jede Geburtstagsfeier gehört.

In weiten Teilen der gesellschaftlichen Schichten bekommen Kinder von Ihren Eltern, Großeltern oder Erziehern sehr häufig Zucker in Form von Schokolade, Bonbons oder anderen Süßigkeiten als Belohnung oder auch zum Trost überreicht. Was gut gemeint ist, begünstigt zwangsläufig eine schlechte Ernährungsgewohnheit die bis ins Erwachsenenalter fortgeführt wird.

 

Ein weiteres Problem stellt die Irreführung des Verbrauchers dar. Kaum ein „Otto-Normal-Verbraucher“ kann herausfinden, wie viel Zucker in einem Produkt steckt. Dies liegt 1. an den unterschiedlichsten Bezeichnungen für Zucker und 2. müssen die Unternehmen in der, sonst schon ausführlichen, Nährwerttabelle nur den Haushaltszucker angeben.

Vermeintliche „Light“-Produkte sind auch eine große Falle. Hier wird in vielen Fällen zwar der Fettanteil reduziert, aber der Zuckeranteil erhöht.

  

Soviel Zucker steckt in 100g / 100 ml

Nuss-Nougat-Creme 50g

Marmelade                50g           

Fruchtzwerge            15g           

Cornflakes                   9g

Orangensaft                9g

Coca Cola                 12g

Limonade                  10g

Milchshake Schoko   59g

Big Mac                       8g

Gummibärchen         78g

Kinderschokolade     40g (1 Riegel ca. 5g Zucker)

Capri Sonne             10g

 

 

Weitere Bezeichnungen für Zucker

 

Die Zucker in Lebensmitteln haben unterschiedliche Bezeichnungen. Häufig deklarieren z.B. Hersteller von Fertiggerichten, bestimmte Zuckerarten unter andere Namen:

Apfelfruchtsüße, Dextrin, Dextrose, Fruchtsüße, Fruktose, Fruktose-Glukose-Sirup, Fruktosesirup, Gerstenmalz, Gerstenmalzextrakt, Glukose, Glukose-Fructose-Sirup, Glukosesirup, Karamellsirup, Kokosblütenzucker, Laktose, Maltodextrin, Maltose, Malzextrakt, Malzzucker, Palmzucker, Raffinose, Rohrohrzucker, Rohrzucker, Rübenzucker, Saccharose, Stärkesirup, Süßmolkenpulver, Traubenfruchtsüße, Vollrohrzucker, Weizendextrin,

 

 

Alternative Süßungsmittel:

 

 

Stevia

Ist ein in den Hochebenen von Paraguay und Brasilien beheimatetes Süßkraut, dass den Blutzuckerspiegel senkt, die Bildung von Zahnplaque verhindert und im Vergleich zu Zucker weniger Kalorien hat.

 

Xylit / Birkenzucker

ist ein Zuckeraustauschstoff, der nahezu gleiche Eigenschaften wie Zucker hat, sich allerdings neutral auf den Blutzuckerspiegel auswirkt und kaum Kalorien hat. Darüber hinaus testieren wissenschaftliche Studien Xylit großes Potenzial bei der Vorbeugung von Zahnbelag, Zahnstein und Karies. Bei diesem Anbieter gibt es Xylit als Zuckerersatz,  

 

 

Kokosblütenzucker

wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt. Er ist ein sehr nährstoffreiches Süßungsmittel, das wie Zucker eingesetzt werden kann

 

Agavendicksaft

wird aus dem Saft der Agave gewonnen und ist süßer als Zucker. Der Dicksaft der aus der mexikanischen Agavenpflanze besteht bis zu 90% aus Fruktose bzw. Fruchtzucker. Er hat weniger Kalorien als Haushaltszucker und ist für Diabetiker geeignet.

 

Lucuma             

Lucuma ist für ihre peruanische Herkunft bekannt. Dabei handelt es sich um die Nationalfrucht des Landes welche schon seit Tausenden von Jahren traditionelle Verwendung als Heil- und Nahrungsmittel findet. Lucuma lässt sich hervorragend z.B. für Desserts einsetzen.

 

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