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Vom 02.11.2017

Vitamine und ihre Funktionen


Warum wir die Vitamine brauchen

Vitamine sind gesund, das weiß jedes Kind. Doch oft genug bleibt es bei dieser allgemeinen Kenntnis. Wenn es um die einzelnen Vitamine und ihre jeweilige Bedeutung für die Gesundheit geht, dann müssen die meisten passen. Das ist sehr schade, denn die einzelnen Vitamine zu kennen, ist für die Gesundheit ungemein wichtig. Nicht nur, dass sich dann viel zielbewusster ernährt werden kann. Mögliche Krankheitsbilder und Mangelerscheinungen können mit einem soliden Wissen über die einzelnen Vitamine auf ihre Ursachen zurückgeführt werden. So kann rechtzeitig gegengesteuert und der Körper wieder mit den Vitaminen versorgt werden, die er für seine Gesundheit braucht. 

 

Wissenswertes zu Vitaminen

Im Unterschied zu den Nährstoffen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße liefern Vitamine dem Körper keine Energie. Sie sind auf andere Weise für den Körper nützlich und für den Stoffwechsel unverzichtbar. Sie werden zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen unterschieden. Zudem gibt es neben den Vitaminen, die sofort ihre Wirkung entfalten, auch so genannte Provitamine. Dies sind Vorstufen, die vom Körper erst umgewandelt werden müssen, damit sie dem Körper dienlich sind. Der Begriff „Vitamine“ setzt sich aus den lateinischen Wörtern Vita (Leben) und Amine (stickstoffhaltige Verbindungen) zusammen. Aufgeschlüsselt bedeutet dies zurecht, dass diese stickstoffhaltigen Verbindungen das Leben erst ermöglichen. Sie können ob ihrer Wirkung also gar nicht hoch genug geschätzt werden. Die Natur hat es zum Glück so eingerichtet, dass zahlreiche Funktionen eines einzelnen Vitamins auch von mindestens einem anderen Vitamin geleistet werden können. Das ist besonders bei den Vitaminen der Vitamingruppe B der Fall. Gelegentlich kann eine bestimmte Funktion aber nur von einem einzelnen Vitamin erfüllt werden. Generell empfängt man die Vitamine gut über Obst, Gemüse, Brot und Müsliprodukte. Aber auch Fleisch und Fisch sind in dieser Hinsicht besser als ihr Ruf. 

 

Vitamin A

Vitamin A, auch Retinol genannt, gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Das Vitamin ist wichtig für die Regeneration der Haut, das Wachstum der Haare und für die menschliche Sehkraft speziell für das Nachtsehen. Aus der Bedeutung von Vitamin A für die Sehkraft rührt auch der Witz, dass Hasen so gute Augen hätten, weil sie sich so viel von Karotten ernähren. Auch für das Wachstum und den Knochenaufbau leistet Vitamin A seinen Beitrag, weswegen es besonders bei Kindern wichtig ist, dass sie genügend Vitamin A zu sich nehmen. Das Vitamin stärkt die Schleimhäute und trägt damit zur Stärkung des Immunsystems bei, weil Bakterien und Viren es dadurch schwerer haben, über die Schleimhäute in den Organismus einzudringen. Vitamin A kommt viel in Milch, Karotten und Möhren, Eiern, Butter sowie in Fisch- und Leberprodukten vor.

 

Die B-Vitamine

Vitamin B ist eine Vitamingruppe, zu der acht B-Vitamine gehören. So gibt es Vitamin B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12. Die Lücken in den Zahlen erklären sich dadurch, dass manche Zuordnungen sich im Laufe der Zeit als falsch herausgestellt haben. So ist Adenin, das früher als Vitamin B4 bezeichnet wurde, kein Vitamin, sondern eine Nukleinbase. Gemeinsam ist allen B-Vitaminen ihre Vorstufe für Co-Enzyme, welche den Umbau und die Verwertung der Nährstoffe leisten. Vitamin B1 ist Thiamin und setzt die Energie aus Kohlenhydraten frei. Das Vitamin fördert die Verdauung und die Nervenfunktionen. Es kommt verstärkt in Hefe, Hafer, Hülsenfrüchten, Vollkorn, Schweinefleisch, Milch, Naturreis, Brokkoli, Blumenkohl und Kartoffeln vor. Vitamin B2 (Riboflavin) setzt wie das Vitamin B2 Energie aus den verbrauchten Kohlenhydraten frei, macht dasselbe aber auch aus Fetten und Eiweißen. Das Vitamin ist wichtig für Haut und Augen und ist in Eiern, Milch, Leber, grünem Blattgemüse, Hefe, Fleisch, Fisch und Vollkorn enthalten. Vitamin B3 (Niacin) hat eine positive Wirkung auf die Nerven. Das Vitamin ist zudem für die Energieproduktion in Geweben und Zellen zuständig und leistet seinen Beitrag für Haut und Knochen. Es ist ein besonders multifunktionales Vitamin, das zahlreiche Stoffwechselvorgänge unterstützt. Vitamin B3 kommt in Bier und Hefe ebenso vor wie in Erdnüssen, Fisch, Eiern, Fleisch- und Leberprodukten, Hülsenfrüchten und Pilzen. Vitamin B5 (Panthotensäure) ist generell für die Energiefreisetzung zuständig. Es unterstützt das Wachstum und bildet Hormone und Abwehrstoffe. Man empfängt das Vitamin durch Vollkorn- und Fleischprodukte. Auch in Leberprodukten, Eiern, Kleie, Nüssen, Hefen, Milch, Reis, Orangen und Tomaten ist das Vitamin besonders stark enthalten. Vitamin B6 (Pyridoxin). Es unterstützt die Proteinsynthese und die Bildung körpereigener Abwehrstoffe. Außerdem ist es wichtig für das Blut, die Nerven, die Haut und die Muskeln. Das Vitamin ist besonders in Pistazien, Leinsamen, Vollkornprodukten, Schnittlauch und Feldsalat enthalten. Vitamin B7 (Biotin) ist wichtig für Haut, Haar und Nägel. Es unterstützt sowohl den Fett- als auch den Eiweißstoffwechsel und setzt die Informationen um, die im Erbgut bei jedem Menschen verfügbar sind. Wer viel Leber, Eier, Nüsse, Hefe, Haferflocken, Sojabohnen und rohen Reis isst, ist mit Vitamin B7 ausreichend versorgt. Vitamin B9 (Folsäure) kommt viel in Blattsalaten vor, worauf der lateinische Name „Folium“ (Blatt) schon hinweist. Das Vitamin B9 unterstützt den Aufbau von Proteinen und der DNA und leistet damit seinen Beitrag, dass die Zellteilung reibungslos funktioniert. Neben den Vorkommen in Blättern, ist das Vitamin auch in Leberprodukten sowie in Spargel und Weizenkeimen überproportional enthalten. Vitamin B12 (Cobalamin) wird benötigt, damit rote Blutkörperchen gebildet werden können. Außerdem schützt das Vitamin die Nervenzellen und sorgt für Vitalität und ein gesundes Herz. Es ist in Leberprodukten, Käse, Joghurt, Milch und Eiern ebenso wie im Rindfleisch enthalten. 

 

Vitamin C

Vitamin C (Ascorbinsäure) gehört zu den bekanntesten und gesündesten der Vitamine. Der Grund dafür ist, dass es an außergewöhnlich vielen Vorgängen im Körper beteiligt ist. Vitamin C fängt freie Radikale ein, baut das Bindegewebe auf und schützt die Gefäße. Des Weiteren verbessert Vitamin C die Aufnahme von Eisen und Calcium und reguliert die Ausschüttung von Hormonen. Es entgiftet und unterstützt den besseren Abbau von Fetten. Die positive Wirkung auf den mentalen Bereich wird immer wieder deutlich, wenn man ein Glas Orangensaft trinkt. Auf der Stelle fühlt man sich munter, frischer und leistungsfähiger. Die Konzentration ist verbessert. Vitamin V kommt vor allem in Obst und Gemüse vor und dort besonders in Zitrusfrüchten wie Orangen, Mandarinen, Kiwis, Mangos und der Ananas.

 

Vitamin D

Vitamin D (Calciferol) ist an den verschiedensten Regulierungen in den Zellen beteiligt und stärkt Knochen und Gewebe. Überall in den menschlichen Organen und Geweben gibt es zudem Rezeptoren, so dass Vitamin D an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist. Vitamin D ist gut für die Zähne und stärkt das Immunsystem. Dadurch kommt Vitamin D für die Prophylaxe von schweren Krankheiten wie Herzerkrankungen und Krebs sowie zahlreichen weiteren Krankheiten eine Schlüsselfunktion zu. Zudem leistet es seinen Beitrag im menschlichen Gehirn. Wer ausreichende Mengen an Vitamin D zu sich nimmt, stärkt die Leistungsfähigkeit seines Gehirns und stärkt auch die Abwehr vor psychischen Störungen. Vitamin D kommt sehr stark in Milch, Lachs, Makrelen, Lebertran und Pilzen vor.

 

Vitamin E

Vitamin E (Tocophirol) ist ein Fänger der freien Radikalen und dafür bekannt, an der Verjüngung und Erneuerung der Zellen mitzuwirken. Auch das Herz, das Immunsystem und die Arterien werden durch dieses Vitamin geschützt. Vitamin E ist in Müsli, Nüssen, Vollkornprodukten und in verschiedenen Ölen vorhanden. 

 

Vitamin K

Vitamin K (Koagulation) ist wiederum wichtig für Blutgerinnung und Knochenbildung. Im Alter sorgt es dafür, dass die Knochen ihre Robustheit möglichst lange bewahren können. Was das Blut angeht, schützt es besonders vor Verkalkung und Thrombose. An das Vitamin gelangt man durch Salate und dort speziell durch Spinat, Petersilie, Sauerkraut und Kohl. Aber auch Hülsenfrüchte, Butter und Champions sind eine Möglichkeit, an das Vitamin zu gelangen.

 

Fachartikel in Auftrag gegeben von Gesundheits-Campus.de – die Arztsuche für gesundheitsorientierte Menschen

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